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Bohrmaschinen Ratgeber

Metall bohren Redaktion Bohrmaschinen Ratgeber · Stand

Die Vor- und Nachteile des Metall Bohrens mit Steinbohrer

Inhalt 12 Abschnitte

Warum ein Steinbohrer bei Metall überhaupt eingesetzt wird

Ein Steinbohrer wird bei Metall meist nicht aus fachlicher Überzeugung eingesetzt, sondern weil gerade kein passender Metallbohrer vorhanden ist. In vielen Haushalten liegt er griffbereit, während ein HSS-Bohrer fehlt. Für ein einzelnes, kleines Loch wirkt er daher wie eine schnelle Notlösung.

Sein Hartmetallplättchen an der Spitze kann eine dünne Metallschicht zunächst anritzen. Das klappt vor allem bei weichem Aluminium, dünnem Stahlblech oder einer bereits vorhandenen Vertiefung. Auch eine Lack- oder Beschichtungsschicht lässt sich damit punktuell durchbrechen. Die Spitze arbeitet dabei jedoch nicht so, wie sie für Metall gedacht ist: Sie schabt eher, statt einen sauberen Span zu schneiden.

Manchmal wird ein Steinbohrer auch verwendet, wenn hinter einer dünnen Metallabdeckung Mauerwerk sitzt. Für eine einzelne Durchführung kann der Bohrer das Material wechseln, ohne dass das Werkzeug getauscht werden muss. Bei solchen Mischaufgaben ist die Lösung nur dann vertretbar, wenn Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität keine große Rolle spielen.

Geeignet ist dieser Versuch höchstens für:

  • sehr dünnes und weiches Metall,
  • ein einzelnes Loch ohne hohe Genauigkeitsanforderung,
  • eine kurzfristige Reparatur,
  • Material, das später durch eine Abdeckung verborgen wird.

Bei Stahl, Edelstahl, Messing mit hoher Wandstärke oder präzisen Bohrungen sollte diese Abkürzung entfallen. Dort zählt eine kontrollierte Spanbildung. Genau dafür besitzt ein Metallbohrer eine passende Schneidengeometrie, während die stumpfe Steinbohrerspitze schnell zum Hindernis wird.

Vorteile beim Bohren von dünnem und weichem Metall

Bei sehr dünnem oder weichem Metall kann ein Steinbohrer kurzfristig einige praktische Vorteile bieten. Er ist oft bereits vorhanden, lässt sich schnell einspannen und eignet sich für einfache Öffnungen, bei denen weder hohe Maßgenauigkeit noch eine besonders saubere Innenfläche nötig ist.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich bei beschichteten Blechen. Die robuste Hartmetallspitze kann eine dünne Lack- oder Oxidschicht durchdringen, ohne dass zunächst ein anderes Werkzeug nötig ist. Bei weichem Aluminium oder dünnem verzinktem Blech genügt manchmal schon ein vorsichtiger Arbeitsgang, um eine kleine Durchführung für Kabel, Schrauben oder Nieten herzustellen.

Auch die geringe Materialstärke spielt eine Rolle. Muss der Bohrer nur wenige Millimeter durchdringen, ist die begrenzte Schneidleistung weniger problematisch als bei einem tiefen Loch. Das Werkzeug wird dadurch nicht automatisch geeignet, aber die Aufgabe bleibt überschaubar. Für eine provisorische Befestigung kann das im Alltag durchaus reichen.

  • schneller Einsatz ohne zusätzlichen Werkzeugkauf,
  • brauchbar für kleine Durchführungen in dünnem Blech,
  • wirksam beim Durchdringen leichter Oberflächenbeschichtungen,
  • ausreichend für verdeckte oder nur grob passende Bohrungen.

Der Nutzen liegt damit vor allem in der Verfügbarkeit und der einfachen Handhabung. Für sichtbare Bohrungen oder Bauteile mit enger Passung bleibt er begrenzt.

Chancen und Grenzen eines Steinbohrers bei Metallarbeiten

Aspekt Vorteil Nachteil
Einsatzbereitschaft Der Steinbohrer ist in vielen Haushalten bereits vorhanden und schnell einsatzbereit. Ein passender Metallbohrer liefert meist deutlich bessere Ergebnisse.
Dünnes, weiches Metall Für einzelne kleine Löcher in Aluminium oder dünnem Blech kann er ausreichen. Die Bohrung wird häufig ungenauer und benötigt Nacharbeit.
Beschichtungen Die Hartmetallspitze kann Lack-, Oxid- oder dünne Beschichtungsschichten durchbrechen. Beim Ansetzen können Beschichtungen abplatzen oder zerkratzt werden.
Hartes oder dickes Metall Es gibt kaum einen praktischen Vorteil. Der Bohrfortschritt ist langsam; Spitze und Werkstück können beschädigt werden.
Bohrungsqualität Für verdeckte Öffnungen ohne hohe Maßanforderungen kann das Ergebnis genügen. Es können unrunde, konische oder ausgefranste Bohrungen entstehen.
Werkzeugverschleiß Bei einer einmaligen Anwendung bleibt der Verschleiß unter Umständen vertretbar. Das Hartmetallplättchen kann ausbrechen, stumpf werden oder sich lösen.
Sicherheit Mit niedriger Drehzahl, fester Werkstückspannung und Schutzbrille lässt sich das Risiko reduzieren. Abrutschen, Verkanten, heiße Späne und Spitzenbruch können zu Verletzungen führen.
Geeignete Alternative Für einfache Aufgaben kann ein Steinbohrer eine kurzfristige Notlösung sein. HSS-, beschichtete oder Hartmetall-Metallbohrer sind für präzise Arbeiten deutlich geeigneter.

Nachteile bei hartem, dickem oder rostfreiem Metall

Bei hartem, dickem oder rostfreiem Metall stößt ein Steinbohrer rasch an seine Grenzen. Seine Hartmetallplatte ist für mineralische Werkstoffe ausgelegt und besitzt keine geeignete Schneidengeometrie für zähe Metallspäne. Statt kontrolliert zu schneiden, kann sie über die Oberfläche gleiten oder sich festbeißen.

Bei dickeren Werkstücken verstärkt sich dieses Problem mit zunehmender Bohrtiefe. Der Bohrer führt die entstehende Wärme nur schlecht ab, während der Bohrstaub den Spanraum nicht sinnvoll ausfüllt. Dadurch steigt die Belastung an der Spitze. Kleine Ausbrüche, Risse oder ein gelockertes Hartmetallplättchen sind dann keine seltene Überraschung.

Rostfreier Stahl ist besonders kritisch. Das Material ist zäh und kann sich durch falschen Druck oder eine ungünstige Schnittbewegung verfestigen. Die Oberfläche wird härter, anstatt leichter nachzugeben. Ein Steinbohrer kommt dort oft kaum noch voran; im ungünstigen Fall entsteht eine glänzende, verhärtete Zone um die Bohrstelle.

Typische Folgen sind:

  • starker Verschleiß an der Hartmetallspitze,
  • unregelmäßiger Bohrfortschritt und verkantete Bewegungen,
  • ausgefranste Austrittskanten,
  • eine unbrauchbare oder beschädigte Bohrerspitze,
  • zusätzliche Nacharbeit mit einem geeigneten Werkzeug.

Bei dicken Teilen kommt hinzu, dass der Bohrkanal selten sauber zylindrisch wird. Die Spitze kann seitlich wandern, wodurch das Loch schief oder größer als geplant ausfällt. Für Schraubverbindungen, Bolzen und passgenaue Bauteile ist das riskant.

Besonders ungünstig ist der Versuch bei gehärtetem Stahl oder Edelstahlblech mit hoher Festigkeit. Hier kann die Spitze stumpf werden, ohne nennenswert Material abzutragen. Ein für Metall ausgelegter HSS- oder Hartmetallbohrer mit passender Geometrie ist in solchen Fällen deutlich verlässlicher.

Welche Schäden am Steinbohrer und Werkstück entstehen können

Beim Bohren mit einem Steinbohrer können Schäden entstehen, die erst nach dem Entfernen von Staub und Spänen sichtbar werden. Neben der Spitze leidet vor allem die Geometrie der Bohrung. Der Bohrungsrand kann ausbrechen, sich aufweiten oder eine unregelmäßige Form annehmen. Das erschwert das Einsetzen von Schrauben, Nieten und Buchsen.

Am Werkstück entstehen außerdem häufig Druckstellen. Die harte Spitze drückt das Metall an der Eintrittsseite nach außen, statt eine saubere Schneidkante zu bilden. Bei dünnem Blech kann sich die Fläche verformen oder leicht wölben. Auf der Rückseite drohen scharfkantige Ausbrüche, besonders wenn der Bohrer ohne geeignete Unterlage austritt.

Eine weitere Gefahr ist das Verklemmen im Bohrloch. Löst sich die Spitze ruckartig, kann das Werkstück verrutschen oder sich verdrehen. Bei lose aufgelegten Blechen entstehen dadurch Kratzer, Kerben und sichtbare Abdrücke von Spannbacken oder Unterlagen. Lackierte Flächen tragen oft ringförmige Spuren davon, die sich nicht einfach ausbessern lassen.

Mögliche Schadensbilder am Werkstück:

  • aufgerissene oder ausgefranste Lochränder,
  • verbogene dünne Bleche,
  • Abplatzungen an Beschichtungen,
  • Riefen durch seitliches Wandern der Spitze,
  • ein unrundes oder konisch verlaufendes Loch,
  • scharfe Grate an Ein- und Austrittsseite.

Auch das Werkzeug selbst kann dauerhaft Schaden nehmen. Das Hartmetallplättchen kann an den Ecken ausbrechen, sich aus der Fassung lösen oder durch seitliche Kräfte beschädigt werden. Der Schaft kann sich bei einem abrupten Stillstand verformen. Ein solcher Bohrer sollte nicht weiterverwendet werden, weil eine beschädigte Spitze unkontrolliert laufen kann.

Bei Werkstücken mit funktionaler Oberfläche ist der Schaden nicht nur optisch. Ein Grat kann Kabelisolierungen verletzen, eine unrunde Bohrung kann eine Schraubverbindung schwächen und eine beschädigte Beschichtung kann Korrosion begünstigen. Deshalb sollte die Bohrung vor der Montage sorgfältig geprüft und bei Bedarf entgratet werden.

Beispiel: Ein kleines Loch in Aluminium bohren

Angenommen, in einem dünnen Aluminiumblech soll eine Öffnung von etwa 5 mm entstehen. Der Steinbohrer dient hier nur als Notlösung für einen einzelnen Durchgang, nicht als Ersatz für ein passendes Schneidwerkzeug.

Zuerst wird die Bohrstelle exakt markiert. Das Werkstück liegt eben und fest auf einer Holzunterlage. Eine kleine Körnung verhindert, dass die harte Spitze beim Ansetzen seitlich wegläuft. Bei sehr dünnem Blech hilft zusätzlich eine stabile Unterlage direkt unter der Bohrstelle.

Die Maschine läuft mit niedriger Drehzahl und ohne Schlagfunktion. Der Bohrer wird gerade angesetzt und nur mit leichtem, gleichmäßigem Druck geführt. Entscheidend ist ein langsamer Vorschub: Verkanten, Pendeln und ruckartiges Nachdrücken erhöhen die Belastung der Hartmetallspitze. Bei Aluminium sollte das Werkzeug nicht lange an derselben Stelle reiben.

  • Bohrstelle anreißen und sauber ankörnen,
  • Blech vollständig abstützen,
  • Schlagwerk ausschalten,
  • mit geringer Drehzahl starten,
  • nach wenigen Sekunden den Fortschritt prüfen,
  • Werkzeug bei ungewöhnlichem Widerstand sofort entlasten.

Nach dem Durchbruch wird die Kante kontrolliert. Ein kleiner Handentgrater oder eine feine Feile entfernt den scharfen Grat vorsichtig. Dabei darf nicht stark auf den Rand gedrückt werden, sonst weitet sich die Öffnung. Für ein Loch, das später eine Leitung führt, sollte zusätzlich eine passende Kabeltülle verwendet werden.

Dieses Beispiel zeigt die enge Grenze der Methode: Bei weichem, dünnem Aluminium kann ein einzelnes 5-mm-Loch gelingen, wenn keine hohe Genauigkeit verlangt wird. Für mehrere Bohrungen, sichtbare Flächen oder eine passgenaue Verbindung ist ein geeigneter Metallbohrer die bessere Entscheidung.

Sicherheitsrisiken durch Abrutschen, Hitze und Bruch

Beim Bohren mit einem Steinbohrer in Metall entstehen besondere Risiken, weil Spitze und Werkstoff nicht sauber zusammenarbeiten. Der Bohrer kann plötzlich seitlich ausbrechen. Dabei verliert die Maschine ihre Führung, und die Hand rutscht leicht in Richtung Werkstück oder Bohrfutter. Eine stabile Fixierung des Materials ist deshalb unverzichtbar.

Auch die Wärmeentwicklung darf nicht unterschätzt werden. Reibt die Hartmetallspitze statt zu schneiden, steigt die Temperatur an der Kontaktstelle schnell. Heiße Späne können die Haut erreichen, eine Beschichtung entzünden oder Kunststoffteile in der Nähe verformen. Arbeiten Sie daher nicht mit bloßen Händen und entfernen Sie Späne niemals während des laufenden Betriebs.

Ein weiteres Risiko ist der Bruch der Spitze. Seitliche Kräfte, ein verkantetes Werkzeug oder ein zu hoher Anpressdruck können das eingelötete Hartmetallplättchen beschädigen. Kleine Splitter können mit hoher Geschwindigkeit wegspringen. Eine Schutzbrille mit Seitenschutz gehört deshalb zur Mindestausstattung; bei lauten Maschinen ist zusätzlich ein Gehörschutz sinnvoll.

Besonders kritisch sind diese Situationen:

  • das Werkstück liegt lose auf der Arbeitsfläche,
  • die Maschine wird mit aktivierter Schlagfunktion betrieben,
  • der Bohrer wird schräg angesetzt oder seitlich belastet,
  • heiße Späne werden mit der Hand weggewischt,
  • der Bohrer zeigt Risse, Ausbrüche oder eine lockere Spitze.

Vor dem Start sollte geprüft werden, ob Leitungen, Akkus oder andere empfindliche Bauteile hinter der Bohrstelle liegen. Nach dem Bohren bleibt das Werkstück einige Minuten liegen, damit sich versteckte Wärme nicht auf angrenzende Materialien überträgt. Bei Funken, ungewöhnlichen Vibrationen oder einem beißenden Geruch wird die Maschine sofort abgeschaltet und erst nach vollständigem Stillstand kontrolliert.

Geeignete Einstellungen und Hilfsmittel für den Notfall

Für einen Notfallversuch sollte die Maschine so eingestellt werden, dass die Spitze möglichst wenig belastet wird. Wählen Sie die kleinste verfügbare Drehzahl und schalten Sie Schlag- sowie Hammerfunktion vollständig aus. Ein langsamer Start mit kurzen Arbeitsintervallen lässt die Temperatur besser beurteilen.

Ein geeigneter Maschinenschraubstock oder eine stabile Spannvorrichtung hält das Werkstück ruhig. Für dünnes Blech verhindert ein Opferbrett aus Holz, dass sich die Rückseite beim Austritt stark verformt. Eine kleine Zentrierhilfe, etwa eine angekörnte Vertiefung, erleichtert das gerade Ansetzen.

Als Schmiermittel eignet sich bei unlegiertem Stahl ein Tropfen Bohröl. Bei Aluminium ist ein spezielles, materialverträgliches Schneidmittel besser als aggressive Haushaltsreiniger. Es reduziert die Reibung und verhindert, dass weiche Späne an der Spitze ankleben. Kühlmittel niemals auf eine laufende Maschine sprühen; zuerst anhalten, dosieren und danach langsam weiterarbeiten.

  • niedrigste Drehzahl wählen,
  • Schlagwerk und Drehstopp ausschalten,
  • Werkstück fest spannen,
  • mit kurzen Druckintervallen arbeiten,
  • Bohrstelle bei Bedarf mit geeignetem Schneidöl benetzen,
  • Bohrmehl mit Pinsel oder Zange entfernen.

Ein Zentrierbohrer oder ein passender Metallbohrer sollte möglichst bereitliegen. Sobald die Spitze rutscht, die Maschine vibriert oder kein sauberer Fortschritt entsteht, ist der Notfallversuch abzubrechen. Ein Wechsel des Werkzeugs kostet meist weniger Zeit als das Nacharbeiten eines beschädigten Werkstücks.

Wichtig: Eine improvisierte Einstellung macht den Steinbohrer nicht zu einem Metallbohrer. Sie senkt nur die Belastung bei einer einmaligen, kleinen Aufgabe. Für tragende Bauteile, sicherheitsrelevante Verbindungen oder mehrere Bohrungen ist dieses Vorgehen nicht vertretbar.

Warum Metallbohrer meist die bessere Wahl sind

Metallbohrer sind meist die bessere Wahl, weil ihre Schneiden gezielt für die Bildung von Metallspänen ausgelegt sind. Der Bohrer trägt das Material kontrolliert ab, statt es überwiegend zu zerreiben. Dadurch lässt sich der Bohrvorgang besser steuern und das Loch wird gleichmäßiger.

Ein weiterer Vorteil ist die Auswahl nach Werkstoff. HSS-Bohrer eignen sich für viele unlegierte Stähle und Aluminium. Für Edelstahl stehen Varianten mit angepasster Geometrie bereit. Bei gehärteten Werkstoffen kommen je nach Härtegrad Hartmetall- oder beschichtete Ausführungen infrage. Diese Abstufung erlaubt eine passendere Werkzeugwahl als ein universeller Steinbohrer.

Auch die Form der Spitze macht einen deutlichen Unterschied. Ein Metallbohrer zentriert sich leichter, beginnt sauberer und erzeugt meist weniger Grat. Bei größeren Durchmessern kann ein Stufenbohrer für dünne Bleche sinnvoll sein. Er erweitert das Loch schrittweise und reduziert dadurch das Verkanten.

  • bessere Zentrierung auf glatten Metallflächen,
  • gleichmäßigerer Spanabtransport,
  • passende Ausführungen für verschiedene Metallarten,
  • höhere Wiederholgenauigkeit bei mehreren Bohrungen,
  • geringerer Nacharbeitsaufwand an der Lochkante.

Für Serienarbeiten oder präzise Passungen zählt zudem die Maßhaltigkeit. Ein geeigneter Metallbohrer erzeugt verlässlichere Durchmesser und lässt sich mit Bohrständer oder CNC-Maschine kontrolliert einsetzen. Das ist besonders wichtig, wenn Schrauben, Bolzen oder Lager ohne Spiel montiert werden sollen.

Die richtige Wahl hängt dennoch von Material, Durchmesser und Maschinentyp ab. Ein HSS-R-Bohrer ist ein guter Standard für viele einfache Aufgaben; beschichtete oder aus Vollhartmetall gefertigte Varianten bieten bei anspruchsvolleren Werkstoffen zusätzliche Reserven. Entscheidend bleibt, dass Schneidengeometrie, Drehzahl und Vorschub zusammenpassen.

Wann CNC-Bohren die genauere Lösung bietet

CNC-Bohren bietet Vorteile, sobald Lage, Durchmesser und Wiederholbarkeit der Bohrung exakt stimmen müssen. Die Maschine führt Werkzeug und Werkstück nach programmierten Koordinaten. Dadurch entstehen mehrere Bohrungen mit gleichbleibender Position, auch wenn das Bauteil komplex geformt ist.

Besonders sinnvoll ist das Verfahren bei Lochbildern, engen Toleranzen und mehreren Werkstücken. Eine CNC-Anlage kann Bohrungen, Senkungen und Gewinde in einem abgestimmten Ablauf ausführen. Das verringert Messfehler zwischen einzelnen Arbeitsschritten und erleichtert die Prüfung der fertigen Teile.

  • präzise Lochabstände nach CAD-Daten,
  • gleichbleibende Ergebnisse bei Kleinserien und Serienfertigung,
  • kontrollierte Bohrtiefe mit geringer Streuung,
  • bearbeitbare Werkstoffe wie Stahl, Edelstahl, Aluminium und Titan,
  • gute Dokumentierbarkeit von Programm, Werkzeug und Fertigungsablauf.

Ein weiterer Einsatzbereich sind Bauteile, bei denen ein schiefes oder versetztes Loch die Funktion beeinträchtigen würde. Das betrifft etwa Flansche, Montageplatten, Gehäuse und Verbindungselemente. Die CNC-Steuerung kann zudem Werkzeugwechsel, Kühlung und Bearbeitungsfolge koordinieren. Das schafft einen ruhigeren Prozess als eine improvisierte Einzelbohrung.

Vor der Fertigung werden Zeichnung, Toleranzen, Material und gewünschte Oberflächenqualität festgelegt. Für eine einfache Einzelbohrung lohnt der Aufwand oft nicht. Bei präzisen Bauteilen, wiederkehrenden Abmessungen oder hohen Anforderungen an die Dokumentation ist CNC-Bohren dagegen die sachgerechte Lösung.

Fazit: Steinbohrer nur als kurzfristige Notlösung verwenden

Ein Steinbohrer kann ein einzelnes Loch in sehr dünnem, weichem Metall ermöglichen. Sein sinnvoller Einsatz endet jedoch dort, wo Genauigkeit, saubere Kanten oder eine verlässliche Wiederholung zählen. Für diese Aufgaben ist ein Werkzeug mit Metall-Schneidengeometrie die fachgerechte Wahl.

Vor der Entscheidung helfen drei kurze Fragen: Ist das Werkstück weich und dünn? Wird nur eine Öffnung gebraucht? Darf das Ergebnis kleine Maß- oder Kantenfehler haben? Wenn eine Antwort Nein lautet, sollte der Versuch entfallen. Bei tragenden Teilen, sicherheitsrelevanten Verbindungen und sichtbaren Flächen ist Improvisation fehl am Platz.

Nach dem Arbeitsgang sollte die Bohrung nicht nur optisch geprüft werden. Entscheidend sind der tatsächliche Durchmesser, die Kantenqualität und der feste Sitz des späteren Verbindungsmittels. Ein Grat, eine Verformung oder ein schiefer Verlauf kann die Funktion beeinträchtigen, auch wenn das Loch auf den ersten Blick brauchbar wirkt.

  • Für eine einmalige Notöffnung kann der Steinbohrer vertretbar sein.
  • Für mehrere gleiche Bohrungen ist er wirtschaftlich und technisch ungeeignet.
  • Bei engen Toleranzen sollte die Bearbeitung geplant und fachgerecht ausgeführt werden.
  • Beschädigte Bohrer gehören aus dem Arbeitsbestand entfernt.

Fazit: Der Steinbohrer ist bei Metall kein universelles Werkzeug, sondern eine kurzfristige Ausweichlösung unter engen Bedingungen. Sobald Sicherheit, Maßhaltigkeit oder eine saubere Oberfläche wichtig sind, führt kein sinnvoller Weg an einem passenden Metallbohrer oder einer professionellen Bearbeitung vorbei.

Häufige Fragen zum Bohren von Metall mit Steinbohrern

Kann man mit einem Steinbohrer Metall bohren?

Ein Steinbohrer kann als kurzfristige Notlösung für einzelne Löcher in sehr dünnem und weichem Metall, etwa Aluminium oder dünnem Blech, eingesetzt werden. Für dickes, hartes oder rostfreies Metall ist er jedoch ungeeignet, da seine Spitze nicht für eine kontrollierte Spanbildung ausgelegt ist.

Welche Vorteile bietet ein Steinbohrer bei Metall?

Der Steinbohrer ist häufig bereits vorhanden und schnell einsatzbereit. Bei dünnem, weichem Metall kann er kleine, nicht besonders maßkritische Öffnungen herstellen und leichte Lack- oder Beschichtungsschichten durchdringen.

Welche Nachteile hat das Bohren von Metall mit einem Steinbohrer?

Die Bohrung kann unrund, konisch oder ausgefranst werden. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Überhitzung, Verkanten, Spitzenbruch und Beschädigungen am Werkstück. Bei dickerem oder härterem Metall kommt der Bohrfortschritt häufig nur langsam oder gar nicht voran.

Wie sollte man einen Steinbohrer für Metall einstellen?

Die Schlag- oder Hammerfunktion muss ausgeschaltet sein. Verwenden Sie eine niedrige Drehzahl, spannen Sie das Werkstück sicher fest und setzen Sie den Bohrer gerade an. Arbeiten Sie mit leichtem, gleichmäßigem Druck und kurzen Intervallen. Eine geeignete Schmierung kann die Reibung und Wärmeentwicklung reduzieren.

Welcher Bohrer ist für Metall besser geeignet?

Für viele Metallarbeiten sind HSS-Bohrer die bessere Wahl. Je nach Werkstoff und Genauigkeitsanforderung kommen auch beschichtete Metallbohrer, Stufenbohrer oder Hartmetallbohrer infrage. Sie besitzen eine passende Schneidengeometrie, ermöglichen eine kontrolliertere Spanbildung und liefern meist maßhaltigere Bohrungen als Steinbohrer.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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