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Metall bohren: Welche Drehzahl passt zu Werkstoff und Bohrerdurchmesser?
Beim Thema metall bohren welche drehzahl zählen zwei Werte: der Werkstoff und der Bohrerdurchmesser. Je größer der Durchmesser, desto weniger Umdrehungen pro Minute sind nötig, weil die Schneide außen einen längeren Weg zurücklegt als nahe der Mitte.
Auch die metall bohren geschwindigkeit hängt stark vom Material ab. Weiches Aluminium erlaubt meist höhere Schnittgeschwindigkeiten, Baustahl liegt im mittleren Bereich. Edelstahl und harte Legierungen verlangen deutlich weniger Tempo. Zu hohe Werte machen die Schneide schnell stumpf; zu niedrige können ungünstig sein, wenn der Bohrer nur reibt und keinen sauberen Span bildet.
Für metall bohren umdrehungen gilt daher: Erst den Werkstoff einordnen, dann den Durchmesser bestimmen und anschließend die Drehzahl berechnen oder an der Maschine einstellen. Als grobe Orientierung eignen sich folgende Bereiche für HSS-Bohrer:
- Baustahl: etwa 15 bis 25 m/min Schnittgeschwindigkeit
- Edelstahl: etwa 8 bis 15 m/min
- Aluminium: etwa 40 bis 80 m/min
- Messing: etwa 25 bis 50 m/min
Die passende Drehzahl ergibt sich aus Schnittgeschwindigkeit und Bohrerdurchmesser. Ein 4-mm-Bohrer darf bei gleichem Werkstoff also deutlich schneller laufen als ein 12-mm-Bohrer. Wer die Einstellung nur nach Gefühl wählt, liegt bei kleinen Bohrern oft zu niedrig und bei großen zu hoch.
Metall bohren Geschwindigkeit: Schnittgeschwindigkeit richtig bestimmen
Die metall bohren geschwindigkeit wird als Schnittgeschwindigkeit Vc in Metern pro Minute angegeben. Sie beschreibt, wie schnell sich die Schneide an der Außenkante des Bohrers durch das Material bewegt. Dieser Wert ist aussagekräftiger als die bloße Zahl der metall bohren umdrehungen, weil ein großer Bohrer bei gleicher Drehzahl eine viel höhere Schneidengeschwindigkeit erreicht.
Für die Berechnung brauchst du die empfohlene Schnittgeschwindigkeit, den Bohrerdurchmesser und die Kreiszahl:
n = (Vc × 1000) ÷ (π × D)
- n = Drehzahl in U/min
- Vc = Schnittgeschwindigkeit in m/min
- D = Bohrerdurchmesser in mm
- π = etwa 3,1416
Für einen 10-mm-Bohrer in legiertem Stahl mit einer Schnittgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/min ergibt sich eine Drehzahl von rund 637 bis 796 U/min. An einer Maschine ohne passende Zwischenstufe wählst du den niedrigeren verfügbaren Wert als ruhigeren Start.
Bei 20 m/min braucht ein 5-mm-Bohrer etwa 1.273 U/min, ein 10-mm-Bohrer dagegen nur etwa 637 U/min. Der Durchmesser verdoppelt sich, die erforderliche Drehzahl halbiert sich nahezu. Genau hier passieren beim Thema metall bohren welche drehzahl die häufigsten Fehleinstellungen.
Als grobe Rechenbasis kannst du diese Schnittgeschwindigkeiten verwenden:
- Baustahl: 15 bis 25 m/min
- Legierter Stahl: 12 bis 20 m/min
- Edelstahl: 8 bis 15 m/min
- Aluminium: 40 bis 80 m/min
- Messing: 25 bis 50 m/min
Die Werte sind Startbereiche, keine unverrückbaren Gesetze. Eine instabile Maschine, ein stumpfer Bohrer oder ein sehr dünnes Werkstück verändert das Ergebnis. Beginne deshalb am unteren Ende des Bereichs. Bilden sich saubere, kurze Späne und läuft der Bohrer ohne Kreischen, passt die Einstellung meist gut. Ein bläulicher Bohrer, verbrannter Geruch oder blank geriebene Bohrungswände zeigen dagegen, dass die Kombination aus metall bohren geschwindigkeit und Vorschub nicht stimmt.
Für eine schnelle Kontrolle kannst du die tatsächliche Schnittgeschwindigkeit rückwärts berechnen:
Vc = (π × D × n) ÷ 1000
Beispiel: Ein 6-mm-Bohrer läuft mit 1.000 U/min. Daraus ergeben sich rund 18,8 m/min. So lässt sich prüfen, ob die Einstellung zur Materialempfehlung passt, statt nur nach Gehör zu arbeiten.
Metall bohren Umdrehungen: Richtwerte für Stahl, Edelstahl und Aluminium
Die folgenden Werte sind praxistaugliche Startbereiche für HSS-Spiralbohrer bei stabiler Führung und normalem Vorschub:
- Baustahl: 800 bis 1.600 U/min bei 6 mm, 480 bis 960 U/min bei 10 mm
- Edelstahl: 400 bis 800 U/min bei 6 mm, 240 bis 480 U/min bei 10 mm
- Aluminium: 2.100 bis 4.200 U/min bei 6 mm, 1.260 bis 2.520 U/min bei 10 mm
Die hohen Werte für Aluminium ergeben sich aus der deutlich höheren zulässigen metall bohren geschwindigkeit. Eine handgeführte Maschine erreicht solche Drehzahlen allerdings nicht immer. Dann nutzt du die höchste verfügbare Stufe, ohne den Bohrer zu verkanten.
Bei Edelstahl kann sich das Material durch Reiben verfestigen. Bleibt der Bohrer an einer Stelle stehen und schneidet kaum noch, entsteht eine harte Zone, an der die Schneide schlechter greift. Gleichmäßige Arbeitsbewegungen sind deshalb wichtiger als ein besonders langsamer Start. Baustahl verzeiht kleine Abweichungen eher. Bei Aluminium kann eine zu geringe Drehzahl schmierende Späne fördern, vor allem bei weichen Legierungen.
Errechnete 720 U/min bei Edelstahl und vorhandene Stufen von 600 und 900 U/min? Stelle 600 U/min ein. Bei Aluminium ist meist die nächsthöhere Stufe vertretbar, sofern der Bohrer sauber schneidet und nicht rupft.
Gleichmäßige Späne sprechen für eine passende Einstellung. Werden sie blau, sehr fein oder staubig, müssen Drehzahl, Vorschub oder Werkzeugzustand geprüft werden. Auch ein kreischendes Geräusch ist kein normales Betriebsgeräusch.
Richtwerte für Drehzahl und Schnittgeschwindigkeit beim Metallbohren
| Werkstoff | Schnittgeschwindigkeit | Drehzahl bei 4 mm | Drehzahl bei 6 mm | Drehzahl bei 10 mm |
|---|---|---|---|---|
| Baustahl | 15–25 m/min | 1.200–2.000 U/min | 800–1.300 U/min | 480–800 U/min |
| Legierter Stahl | 12–20 m/min | 950–1.600 U/min | 640–1.060 U/min | 380–640 U/min |
| Edelstahl | 8–15 m/min | 640–1.200 U/min | 420–800 U/min | 250–480 U/min |
| Aluminium | 40–80 m/min | 3.200–6.400 U/min | 2.100–4.200 U/min | 1.270–2.550 U/min |
| Messing | 25–50 m/min | 2.000–4.000 U/min | 1.330–2.650 U/min | 800–1.590 U/min |
Drehzahl mit der Formel oder dem FLOTT-Drehzahlrechner berechnen
Die benötigten metall bohren umdrehungen lassen sich mit der Formel bestimmen:
n = (Vc × 1000) ÷ (π × D)
- n steht für die Drehzahl in U/min.
- Vc bezeichnet die Schnittgeschwindigkeit in m/min.
- D ist der Bohrerdurchmesser in Millimetern.
- π entspricht ungefähr 3,1416.
Für einen 10-mm-HSS-Bohrer in legiertem Stahl mit einer Schnittgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/min ergibt die Rechnung rund 637 bis 796 U/min. Die passende Maschineneinstellung liegt möglichst nah an diesem Bereich.
Wer die metall bohren geschwindigkeit rückwärts prüfen möchte, verwendet:
Vc = (π × D × n) ÷ 1000
Der FLOTT-Drehzahlrechner nutzt dasselbe Grundprinzip. Du gibst Werkstoff, Bohrerdurchmesser und gewünschte Schnittgeschwindigkeit ein. Das Ergebnis liefert einen geeigneten Richtwert für die Maschinendrehzahl. Für den Zugriff kann eine Sicherheitsaufgabe erscheinen: 2 + 7 = 9.
Bei ungewöhnlichen Durchmessern hilft der Rechner besonders. Ein Taschenrechner genügt aber ebenfalls. Runde das Ergebnis auf die nächste verfügbare Drehzahl deiner Maschine. Liegt die berechnete Zahl zwischen zwei Stufen, ist bei Stahl und Edelstahl meist die niedrigere Einstellung sinnvoller.
Bohrerzustand, Maschinenführung und Werkstück beeinflussen das Ergebnis. Die berechnete Drehzahl dient deshalb als Startpunkt, nicht als starres Dogma. Der Rechner stammt aus dem Serviceangebot der Arnz FLOTT GmbH Werkzeugmaschinen. Die dort veröffentlichten Angaben sind Herstellerempfehlungen und ersetzen keine Prüfung der konkreten Arbeitssituation.
Beispiel: 10-mm-HSS-Bohrer in legiertem Stahl richtig einstellen
Für einen 10-mm-HSS-Bohrer in legiertem Stahl mit einer Zugfestigkeit unter 1.000 N/mm² ist eine Schnittgeschwindigkeit von etwa 20 bis 25 m/min ein sinnvoller Ausgangspunkt. Daraus ergeben sich rund 637 bis 796 U/min. Bei einer Maschine mit festen Stufen ist eine Einstellung um 700 U/min besonders passend.
So gehst du bei der Auswahl der metall bohren umdrehungen vor:
- Bohrerdurchmesser: 10 mm
- Werkstoff: legierter Stahl
- Angestrebte Schnittgeschwindigkeit: 20 bis 25 m/min
- Ergebnis: etwa 637 bis 796 U/min
- Praktischer Startwert: ungefähr 700 U/min
Hat deine Bohrmaschine nur 600 und 900 U/min, beginne mit 600 U/min. Verfügt sie über eine Einstellung von 750 U/min, liegt diese nahezu ideal im errechneten Bereich.
Beobachte beim ersten Bohrfortschritt die Spanbildung. Ein sauberer Span ist gleichmäßig und zeigt, dass der Bohrer tatsächlich schneidet. Wird das Geräusch schrill oder entstehen nur feine Abriebpartikel, ist die Kombination aus Vorschub und metall bohren geschwindigkeit ungünstig. Drückt der Bohrer stark und ruckartig, unterbrich die Arbeit ebenfalls.
Bei einem tieferen Loch kann sich der Spanabtransport verschlechtern. Dann muss der Bohrer kurz aus der Bohrung heraus, damit sich die Spannuten leeren. Das verhindert, dass verdichtete Späne die Schneiden zusätzlich belasten.
Liegt die Zugfestigkeit deutlich über 1.000 N/mm², sind 637 bis 796 U/min nicht automatisch geeignet. In diesem Fall sollte die empfohlene Schnittgeschwindigkeit des Bohrerherstellers Vorrang haben. Die genannten Werte sind ein belastbarer Startpunkt, keine starre Vorgabe für jede Stahllegierung.
Bohrer, Druck und Kühlung auf die Drehzahl abstimmen
Die richtige metall bohren geschwindigkeit allein reicht nicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Schneidengeometrie, Vorschub und Wärmeabfuhr. Ein geeigneter Bohrer arbeitet bei passender Drehzahl trotzdem schlecht, wenn der Druck zu gering ist und die Schneide nur über die Oberfläche reibt.
Drücke so, dass kontinuierlich Späne entstehen, und halte den Vorschub gleichmäßig. Zu viel Kraft verbiegt den Bohrer, belastet die Schneiden und kann die Bohrung verlaufen lassen. Besonders bei kleinen Durchmessern ist Fingerspitzengefühl gefragt.
- Zu wenig Druck: glänzende Reibstellen, kreischendes Geräusch und kaum Spanbildung
- Passender Druck: gleichmäßige Späne und ruhiger Lauf
- Zu viel Druck: Ruckeln, hohe Motorlast und mögliche Schneidenausbrüche
Steigt der Druck, ohne dass der Bohrer sauber schneidet, ist nicht automatisch mehr Kraft die Lösung. Prüfe zuerst, ob die Drehzahl zu hoch oder die Schneide bereits stumpf ist. Ein stumpfer Bohrer erzeugt überproportional viel Wärme.
Kühlmittel senkt die Reibung und führt Wärme aus der Schneidzone ab. Bei kurzen Bohrungen reicht oft ein dünner Auftrag von Schneidöl. Bei tiefen Bohrungen sind kurze Entlastungsbewegungen sinnvoll: Ziehe den Bohrer teilweise zurück, damit Flüssigkeit nachlaufen und Wärme entweichen kann.
Bei Aluminium kann ein geeignetes Schneidmittel verhindern, dass Material an den Schneiden haftet. Bei Messing sollte die Oberfläche trocken bleiben. Die Kühlstrategie muss also zum Werkstoff passen.
Eine stationäre Maschine mit guter Wärmeabfuhr kann näher am oberen Richtwert arbeiten. Beim handgeführten Bohren oder bei schlechter Spanabfuhr ist ein niedrigerer Wert meist sinnvoller. Entstehen gleichmäßige Späne, bleibt der Bohrer maßhaltig und verfärbt sich die Schneide nicht, stimmen Drehzahl, Druck und Kühlung wahrscheinlich gut zusammen. Wird der Bohrer dunkel oder riecht das Werkstück verbrannt, sofort anhalten.
Große Bohrungen und dünne Bleche mit passender Drehzahl ausführen
Bei großen Durchmessern verändert sich die Belastung der Schneide deutlich. Für metall bohren umdrehungen bedeutet das: Je größer der Bohrer, desto stärker wirkt sich schon eine kleine Abweichung aus. Bei einem 20-mm-Bohrer ist die äußere Schneide pro Umdrehung viermal so weit unterwegs wie bei einem 5-mm-Bohrer.
Bei Bohrungen ab etwa 12 bis 14 mm ist eine stufenweise Erweiterung oft schonender als ein sofortiger Sprung auf den Enddurchmesser. Ist das Vorloch zu eng, muss der große Bohrer im Zentrum stark arbeiten; ist es zu groß, fehlt ihm eine saubere Führung. Als grober Bereich eignen sich etwa 25 bis 35 Prozent des Enddurchmessers.
Für ein 16-mm-Loch wäre ein Vorloch von ungefähr 4 bis 6 mm plausibel. Danach wird der Endbohrer mit reduzierter Einstellung eingesetzt. Auch Wandstärke und Maschinensteifigkeit beeinflussen den sinnvollen Startwert.
Dünne Bleche verhalten sich anders als massive Werkstücke. Der Bohrer kann beim Austritt einhaken und das Blech verformen. Bei großen Öffnungen ist deshalb ein Werkzeug mit abgestufter Schneide oft kontrollierbarer als ein klassischer Spiralbohrer. Die metall bohren geschwindigkeit darf nicht so hoch sein, dass das Blech schwingt oder die Schneide rattert.
- Bei dünnem Stahlblech den Enddurchmesser nicht in einem harten Durchgang erzwingen.
- Den Bohrer kurz vor dem Austritt besonders ruhig führen.
- Bei flatterndem Blech die Auflagefläche vergrößern oder das Werkstück zusätzlich abstützen.
- Bei großen Öffnungen zuerst prüfen, ob ein Stufenbohrer für Materialstärke und Durchmesser geeignet ist.
Bei überlappenden Blechen kann jede Lage anders federn. Dadurch ändern sich Vorschub und Spanbildung während des Bohrens. Passe den Arbeitsdruck an den jeweiligen Abschnitt an, statt die metall bohren umdrehungen blind durchzufahren.
Nach dem Durchbruch sollte der Bohrer nicht weiter mit voller Kraft laufen. Gerade bei großen Durchmessern kann die Schneide sonst abrupt greifen. Eine niedrige, stabile Einstellung ist oft besser als ein hoher Wert, der unter Last stark einbricht.
Bohrstelle vorbereiten und Werkstück sicher befestigen
Eine stabile Aufspannung ist die Grundlage für gleichmäßige metall bohren umdrehungen. Prüfe, ob das Werkstück plan aufliegt. Schon ein kleiner Spalt kann Schwingungen erzeugen und die tatsächliche metall bohren geschwindigkeit beeinflussen.
Markiere den Bohrpunkt nach dem Anreißen mit zwei sich kreuzenden Linien. Bei mehreren Bohrungen hilft eine einfache Bohrschablone, damit sich Maßfehler nicht von Loch zu Loch fortsetzen.
- Werkstück auf einer ebenen, tragfähigen Unterlage ausrichten.
- Spannbacken möglichst nahe an der Bohrstelle ansetzen.
- Runde oder unregelmäßige Teile gegen Verdrehen abstützen.
- Unterlegplatten aus Holz oder Kunststoff nur verwenden, wenn sie nicht verrutschen können.
- Vor dem Start prüfen, ob Bohrer und Spannmittel ausreichend Abstand haben.
Bei einer Ständerbohrmaschine sollte der Tisch festgeklemmt sein. Bei einer Handbohrmaschine ist eine zusätzliche Führung sinnvoll, wenn die Position sehr genau werden muss. Ein einfacher Bohrständer bietet mehr Kontrolle als freihändiges Arbeiten.
Die Spannkraft muss das Werkstück halten, darf es aber nicht verformen. Dünne Bleche reagieren empfindlich auf punktuellen Druck. Nutze breite Auflagen oder Parallelunterlagen. Bei Profilen und Rohren verhindern passende Prismen, dass das Werkstück seitlich wegrollt.
Vor dem Einschalten lohnt sich ein kurzer Trockenlauf ohne Kontakt zur Oberfläche. Dabei lässt sich kontrollieren, ob die Maschine frei läuft und die geplante Drehzahleinstellung erreichbar ist. Besonders bei einem großen Bohrer darf der Maschinenkopf nirgendwo anschlagen.
Arbeite beim Ansetzen nicht mit seitlichem Druck. Der Bohrer soll senkrecht zur Oberfläche eintreten. Bereits wenige Grad Abweichung vergrößern das Loch an der Eintrittsseite und belasten eine Schneide stärker als die andere.
Bei langen Werkstücken sollte die freie Seite zusätzlich aufliegen. Andernfalls kippt das Teil beim Durchbruch. Erst wenn die Aufspannung ruhig bleibt, lohnt es sich, die berechneten metall bohren umdrehungen exakt umzusetzen.
Bohrloch entgraten und typische Drehzahlfehler vermeiden
Nach dem Bohren zeigt ein scharfer Grat oft, dass der Austritt nicht sauber erfolgt ist. Entgrate beide Seiten des Lochs mit wenigen leichten Umdrehungen eines passenden Senkers. Zu viel Materialabtrag vergrößert die Fase und kann die nutzbare Auflagefläche für Schraubenkopf oder Mutter verkleinern.
Bei dünnem Blech sollte die Fase besonders klein bleiben. Prüfe die Kante danach mit einem fusselfreien Tuch: Bleibt der Stoff hängen, steht noch ein Grat über.
Viele Fehler entstehen nicht durch die berechneten metall bohren umdrehungen, sondern durch eine ungeeignete Maschinenstufe:
- Die Drehzahl wird vom kleinen Vorbohrer unverändert auf den großen Endbohrer übertragen.
- Der angezeigte Maximalwert der Maschine wird mit dem passenden Arbeitswert verwechselt.
- Die metall bohren geschwindigkeit wird erhöht, obwohl die Bohrung bereits sauber läuft.
- Ein unrunder Lochrand wird fälschlich als reines Drehzahlproblem beurteilt.
Auch ein falsches Ablesen der Skala führt schnell zu Fehlern. Manche Maschinen zeigen Stufen, andere nur einen Drehzahlbereich. Kontrolliere deshalb, ob die Angabe in U/min oder als Prozentwert der Maximaldrehzahl erfolgt. Ein Wert von 50 Prozent bedeutet nicht automatisch 500 U/min.
Unterscheide außerdem zwischen Leerlauf- und Lastdrehzahl. Unter Druck kann ein schwacher Motor deutlich langsamer werden. Sinkt die Drehzahl hörbar stark ab, arbeitet die Maschine nahe an ihrer Grenze. Ein höheres Einstellen behebt das Problem nicht zuverlässig.
Ein schiefes Loch lässt sich ebenfalls nicht mit mehr metall bohren umdrehungen korrigieren. Häufig liegt die Ursache in einer geneigten Führung, einem verrutschten Werkstück oder einem beschädigten Bohrerschaft. Prüfe daher zuerst die Geometrie.
Für eine saubere Kontrolle eignen sich drei Merkmale: gleichmäßiger Lochrand, runde Bohrung und geringe Fasenbreite. Nach dem Entgraten sollte die Bohrung mit einem passenden Prüfstift oder Messschieber geprüft werden. So erkennst du, ob nur die Kante scharf war oder sich der gesamte Durchmesser verändert hat.
Fazit: Drehzahl niedrig starten, prüfen und sicher nachregeln
Für metall bohren welche drehzahl gilt eine einfache Arbeitsregel: Rechenwert wählen, Maschine beobachten und nur in kleinen Schritten nachregeln. Starte nicht blind am oberen Ende. Entscheidend ist, dass die Schneide gleichmäßig arbeitet und die Maschine unter Last ruhig bleibt.
Ein rundes Loch, gleichmäßige Späne und eine unauffällige Schneide sprechen für eine passende Einstellung. Rattert die Maschine, steigt die Motorlast stark oder verändert sich die Spanform plötzlich, stoppe den Vorgang und kläre die Ursache.
- Zu hohe metall bohren umdrehungen: auffällige Erwärmung, Verfärbung oder rascher Schneidenverschleiß
- Zu niedrige metall bohren geschwindigkeit: Reiben, unruhiger Lauf und unzureichende Spanbildung
- Passende Einstellung: ruhiger Schnitt, gleichmäßiger Vorschub und maßhaltige Bohrung
Verändere immer nur einen Faktor. Senke zuerst die Drehzahl in einer kleinen Stufe. Bleibt das Ergebnis unverändert, prüfe anschließend Werkzeug, Führung und Spanabfuhr. So verdecken mehrere Änderungen nicht die eigentliche Ursache.
Formel und Tabelle liefern bei metall bohren umdrehungen den Startwert. Die tatsächliche metall bohren geschwindigkeit beurteilst du an Spanbild, Laufgeräusch und Bohrungsqualität. Für wiederkehrende Arbeiten lohnt sich eine kurze Notiz mit Werkstoff, Durchmesser, Maschineneinstellung und Ergebnis. Dadurch findest du beim nächsten Werkstück schneller die passende Lösung.
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FAQ zur richtigen Drehzahl beim Bohren in Metall
Welche Drehzahl ist beim Bohren in Metall richtig?
Die passende Drehzahl hängt vom Werkstoff und vom Bohrerdurchmesser ab. Je härter das Metall und je größer der Bohrer, desto niedriger sollte die Drehzahl sein. Für einen 10-mm-HSS-Bohrer in Baustahl sind etwa 480 bis 800 U/min ein geeigneter Richtwert. Bei Edelstahl sollte die Drehzahl niedriger, bei Aluminium deutlich höher liegen.
Wie berechnet man die Drehzahl beim Metallbohren?
Die Drehzahl wird mit der Formel n = (Vc × 1000) ÷ (π × D) berechnet. Dabei steht n für die Drehzahl in U/min, Vc für die Schnittgeschwindigkeit in m/min und D für den Bohrerdurchmesser in Millimetern. Beispiel: Bei 20 m/min und einem 10-mm-Bohrer ergeben sich rund 637 U/min.
Welche Drehzahl gilt für Stahl, Edelstahl und Aluminium?
Für Baustahl eignen sich bei HSS-Bohrern meist etwa 15 bis 25 m/min Schnittgeschwindigkeit, für Edelstahl etwa 8 bis 15 m/min und für Aluminium etwa 40 bis 80 m/min. Bei einem 6-mm-Bohrer entspricht das ungefähr 800 bis 1.300 U/min für Baustahl, 420 bis 800 U/min für Edelstahl und 2.100 bis 4.200 U/min für Aluminium.
Woran erkennt man eine zu hohe oder zu niedrige Drehzahl?
Eine zu hohe Drehzahl führt häufig zu starker Erwärmung, Verfärbungen und schnellem Verschleiß der Schneide. Bei zu niedriger Drehzahl reibt der Bohrer möglicherweise nur, erzeugt kaum Späne und läuft unruhig. Eine passende Einstellung zeigt sich durch gleichmäßige Späne, einen ruhigen Lauf und eine maßhaltige Bohrung.
Welche weiteren Faktoren beeinflussen die Drehzahl beim Bohren in Metall?
Neben Werkstoff und Bohrerdurchmesser beeinflussen auch Bohrertyp, Schneidenzustand, Materialstärke, Maschinenführung und Spanabfuhr die optimale Einstellung. Das Werkstück sollte sicher befestigt werden. Bei größeren Bohrungen helfen Vorbohren und Schneidöl. Bei Edelstahl ist ein gleichmäßiger Vorschub wichtig, damit sich das Material nicht durch Reibung verfestigt.









